Agility jump

gibt es seit 1977. In diesem Jahr wollten britische Polizeihundeführer eine Show-Vorführung auf der berühmten jährlichen "Crufts Dog Show" zeigen.
Sie dachten sich: was Pferde beim Springreiten können, schaffen Hunde schon lange. Gesagt, getan - sie stellten Sprunghürden zu einem Parcours auf, dachten sich noch einige zusätzliche Hindernisse aus und trainierten ihre Hunde darauf, diesen Parcours zu bewältigen.
Anders als die Reiter beim Springreiten bewältigten die Hundeführer die Hindernisse nicht gemeinsam mit ihrem Hund. Sie liefen durch den Parcours und zeigten ihren Hunden mit Worten und Handzeichen, welches Hindernis als nächstes zu nehmen ist. Die Zuschauer waren begeistert.

Es dauerte nicht lange, bis einige Hundevereine "Agility" (= Behendigkeit auf sechs Beinen) ausprobierten. Ende der achtziger Jahre wurde Agility auch in Deutschland bekannt. Obwohl viele Hundebesitzer Agility ausschliesslich betreiben, um ihrem Hund Beschäftigung und Spass zu gönnen, kam auch schnell der Wettkampfgedanke auf.

Es wurden Agility - Turniere veranstaltet, die im Prinzip wie Springreitturniere ablaufen (später mehr dazu). Seit 1991 existiert ein weltweit einheitliches Reglement, 1996 wurde die erste Weltmeisterschaft im Agility veranstaltet. Die WM '99 fand im Oktober in Dortmund statt. Dabei errangen die deutschen Agility - Sportler den Mannschaftsweltmeistertitel in der Standard-Klasse (Standard- oder Maxi-Größe = Hunde über 42,99 cm Widerristhöhe).

Agillity macht Spass ... und das ist uns wichtig. hindernis

Seit Jahren gibt es in unserem Verein regelmässiges Training. Inzwischen gibt es mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Leistungsstand, aber alle Gruppen haben ein gemeinschaftliches Ziel

Besondere Erfolge feierten die Mannschaft “Fun”-tastic dogs, die den niedersächsischen Vereinsmeitstertitel erringen konnte und Niedersachsen im Finale vertreten hat.

Ebenfalls konnten einige Starter die Qualifikationen für die Bundessiegerprüfung absolvieren, so dass immer wieder auch Mitglieder des HSV Luthe auf der kleinen deutschen Meisterschaft vertreten sind.

Thorsten Schmidt schaffte es bisher mit seinem Papillon-Rüden Henry zusätzlich zur Meisterschaft des DHV (Deutscher Hundesportverband) und hat bisher 2x an den Qualifikationsläufen zur Weltmeisterschaft teilgenommen. Dabei konnte er einmal in das Finale (Die besten 12) einziehen.


Was ist das Besondere am Agility?


Agility bietet sich als ideale Beschäftigung für Hund (und Hundebesitzer) an. Ein Hund, der Agility betreibt, hat Bewegung und muss Aufgaben erfüllen, die seine Sinne schärfen und seine Konzentration erfordern; er führt natürliche Bewegungsabläufe aus und trainiert seinen Körper - kurz: er wird oder bleibt körperlich und geistig fit. Das gemeinsame Arbeiten stärkt die Beziehung zwischen Hund und Mensch, der Kontakt mit anderen Hunden fördert das Sozialverhalten der Hunde. Schön an dieser Hundesportart ist auch, dass man nicht an ein starres Schema gebunden ist; im Gegensatz zu anderen Hundeausbildungsarten kann jeder  seine eigene Methode und seinen eigenen Stil finden, den Agilityparcours zu    bewältigen. Die Reihenfolge der Hindernisse steht nicht fest, auf einer Fläche von mindestens 20 m x 40 m ( beim Turnier) können die Hindernisse beliebig aufgestellt werden (mit wenigen Einschränkungen wie: kein Kontaktzonenhindernis an Start und Ziel).

 
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Im Prinzip kann jeder Hund Agility betreiben. Lediglich Vertreter sehr kleiner oder sehr großer Rassen sowie kranke Hunde und trächtige Hündinnen können unter Umständen nicht alle oder gar keine Hindernisse bewältigen. Generell ist es ratsam, vorab den Hund vom Tierarzt durchchecken zu lassen, um kein unnötiges Risiko einzugehen.

Die Hunde sind in drei Größenklassen eingeteilt, für kleinere Hunde gibt es die Small -Klasse (Widerristhöhe bis 34,99 cm ), die Medium -Klasse (Widerristhöhe bis 42,99cm) und die Large-Klasse. In den einzelnen Klassen haben die Sprunghöhen und –weiten verschiedene Ausmaße . (Anmerkung: Der Minis sind im Parcours so schnell wie die Maxi-Hunde. Sie haben zwar eine kleinere Grundgeschwindigkeit, kommen aber besser um die Kurven.)
Auch an den Hundeführer werden keine besonderen Anforderungen gestellt. Sicher - wer in der Weltspitze mitlaufen will, sollte sportlich durchtrainiert sein. Für die Freizeit-Sportler gilt aber: selbst wer schon älter oder nicht so gut zu Fuß ist, kann Agility betreiben. Er kann dann größeres Gewicht auf die elegante "Kontrolle auf Distanz" legen.

Eines ist jedoch wichtig: Der Hund muß gehorchen. Er muß "Sitz", "Platz", "Komm" sicher beherrschen, denn im Parcours wird ohne Leine gelaufen. Wenn sich der Hund beispielsweise mehr für seine Artgenossen interessiert als für Herrchens Kommandos, wird nicht nur das eigene Training zum Frust, sondern auch das der anderen Hundeführer. Möchte ein Hundeführer an Turnieren teilnehmen, muß er eine "Begleithundprüfung" abgelegt haben.
 

Wie sieht das Training aus?

Zunächst einmal muss der neue Agility - Hund die einzelnen Hindernisse kennen lernen.

Das fängt meist mit den Hürden an. Er muss lernen, über die Stangen zu springen statt darunter durch oder um die Hürde herum zu laufen. Der Hundeführer führt ein entsprechendes Kommando ein, meist wird das Wort "Hopp" in Verbindung mit einer entsprechenden Handbewegung benutzt. Erst wenn der Hund die verschiedenen Hindernisse sicher beherrscht (und der Hundeführer gelernt hat, die Kommandos korrekt zu geben!), können mehrere Hindernisse hintereinander bewältigt werden. Zunächst werden zwei, dann drei Hindernisse in gerader Linie aufgestellt; Kurven kommen erst viel später dazu.

Fortgeschrittene Hundeführer arbeiten an der Präzision, an Führung auf Distanz und an Führungswechseln (Hund läuft links vom Hundeführer, Hund läuft rechts vom Hundeführer) und versuchen sich an Dingen wie Vorausschicken des Hundes und weitem Abrufen des Hundes (beim Start). Meist wird ein- bis zweimal in der Woche trainiert. Wenn Hund und Hundeführer Spaß daran haben, können sie natürlich auch öfter trainieren. (Als grober Richtwert: Ein durchschnittlicher, unerfahrener Hundeführer trainiert bis zum ersten erfolgreichen Start auf einem Turnier etwa ein Jahr.)

 Das Training fängt im Anfängerkursus an, dort werden einem die einzelnen Geräte erklärt und beigebracht, so dass der Hund „Geräte  sicher ist“. Nach einem Anfänger Kurs wird man in neue Gruppen eingeteilt, in eine „Just for fun“ Gruppe, wenn man mit seinem Hund nur Spaß haben möchte und keine Turnier Ambitionen hat. Oder in die Anfänger Agility Gruppe, wo das Gerätetraining mit der Führtechnik verbessert wird, damit das Team „Mensch und Hund“ Parcoure einfacher laufen können.

Wenn man danach so einen Spaß an dem Sport gefunden hat das man sich mit anderen messen möchte, kann man Turniere laufen um zu sehen wo man mit seinem Hund steht und was man selbst noch verbessern möchte bzw wo sich jeder sein eigenes Ziel setzt wo er noch hin möchte.

Aber eins ist klar: „Wer einmal von dem Agility Virus infiziert wurde kommt davon nicht mehr los!“

 
Die Geräte

Die Kontaktzonen-Geräte müssen exakt gearbeitet werden. Der Hund muss das Gerät überlaufen und mit mindestens einer Pfote die andersfarbige zone berühren, dieses ist die Kontaktzone.

Die einfachen Sprunghürden bestehen aus den Auslegern und meist nur einer Stange, die locker aufgelegt ist. Es ist die Sprunghürde die in keinem Parcours fehlt.

Die geschlossenen Hürden bestehen aus festen Zwischenteilen, die Besenhürde findet man neben der Mauer und dem Viadukt am häufigsten im Parcours.

Der Tisch ist eine Ruhezone im Parcours, auf dem der Hund eine vorgeschriebene Position 5sek. einhalten muss.

Der Reifen ist eines der Sprunggeräte die große Präzision vom Hund verlangen um durch den Mittelpunkt des Reifen zu springen und nicht daran vorbei.

Die Tunnel gibt es in verschiedenen Ausführungen. Der Sacktunnel besteht aus einem festen Teil und einem Stoffteil, während der feste Tunnel eine lange, biegsame Röhre ist die gerade, s-förmig oder rund gelegt werden kann. Der Hund muss die Tunnel in jedem Fall durchlaufen.

Der Slalom ist ein sehr anspruchsvolles Gerät im Agilitysport. Er besteht aus bis zu 12 Stangen und der Hund muss lernen sich hindurch zu "weben". Dabei ist die erste Stange immer an der linken Schulter des Hundes.

 
Die Trainer im Agility sind:

Agility Vereinsmeister